Hochwasserschäden nicht übereilt beheben

R+V-Infocenter: Sch?den direkt der Versicherung melden

Wiesbaden, 14. Juli 2021. Unwetter-Chaos in Deutschland: Nach heftigen Regenf?llen ?berfluten Wassermassen an vielen Orten Keller und H?user und besch?digen dabei Geb?ude und Hausrat. Um unn?tige Risiken zu vermeiden, sollten Wassersch?den nicht ?bereilt und ohne Fachkenntnisse behoben werden, empfiehlt das Infocenter der R+V Versicherung.

Schaden direkt melden
Als Erstes lohnt sich ein Blick auf die Versicherungs-Policen. „Die Betroffenen sollten nachsehen, ob sie in ihrer Wohngeb?udeversicherung eine Absicherung gegen weitere Naturgefahren vereinbart haben“, sagt Expertin Christine Gilles von der R+V Versicherung. Falls ja, bezahlt die Versicherung die notwendigen Sanierungsma?nahmen, etwa wenn es darum geht, den Keller trockenzulegen oder die Bodenbel?ge zu erneuern. Sch?den an der Einrichtung, Haushaltsger?ten und Kleidung sind hingegen Sache der Hausratversicherung – sofern die Betroffenen auch hier einen Schutz gegen weitere Naturgefahren vereinbart haben.

Der Schaden sollte dann umgehend der Versicherung gemeldet werden. „Die meisten Versicherungen haben Hotlines eingerichtet, an die sich die Gesch?digten wenden k?nnen“, so Christine Gilles. „Dort erhalten sie auch wertvolle Tipps, wie sie bei den Aufr?umarbeiten vorgehen sollten.“

Keller nicht einfach auspumpen
Um unn?tigen Risiken zu vermeiden, sollten Wassersch?den nicht ?bereilt und ohne Fachkenntnisse behoben werden. Wenn etwa der Keller ?berflutet ist, darf er erst ausgepumpt werden, wenn der Wasserstand au?en sinkt. „Sonst wird das Mauerwerk untersp?lt oder aufgeschwemmt und es entstehen Risse. Im schlimmsten Fall ist die Statik des Geb?udes in Gefahr“, erkl?rt die R+V-Expertin. Betroffene k?nnen allerdings damit beginnen, die Sachen aus dem Keller zu r?umen und zu trocknen.

Trockenlegung den Experten ?berlassen
Sobald der Wasserspiegel f?llt, ist Eile angesagt: Schlamm und Dreck sollten entfernt werden, bevor alles trocknet. Dann folgt die erste Bestandsaufnahme. Die Versicherungen schicken hierf?r in der Regel einen Gutachter. Ob W?nde und B?den getrocknet werden k?nnen oder ein Austausch notwendig ist, entscheidet am besten eine Fachfirma. Die Versicherung gegen weitere Naturgefahren braucht hierf?r einen Kostenvoranschlag. Die Bewohner k?nnen die Arbeiten jedoch unterst?tzen, indem sie viel und intensiv l?ften.

F?r die Versicherung ist es zudem wichtig, dass alle besch?digten Gegenst?nde genau aufgelistet werden. „Wir empfehlen immer, alle Sch?den zu fotografieren – auch Gegenst?nde, die nur noch f?r die M?lltonne taugen. Dann ist die Abwicklung hinterher einfacher“, so R+V-Expertin Gilles.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Wasser kann den Elektroinstallationen schaden. Deshalb sollte ein Fachmann sie ?berpr?fen – bevor die Ger?te wieder benutzt werden.
– Wer mit ?l heizt, sollte unbedingt seinen ?ltank auf Lecks ?berpr?fen.
– Alle Lebensmittel entsorgen, die mit dem Hochwasser in Kontakt waren. Denn mit dem Wasser werden auch Schadstoffe und Bakterien transportiert.
– Vorsicht bei Handwerkertrupps, die ihre Dienste an der Haust?r anbieten. Sie arbeiten meist zu ?berh?hten Preisen. Angebote sollten immer mit anderen Fachbetrieben verglichen werden.

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