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ARAG Experten mit Tipps zum Vermieten an Verwandte

Trotz stetig steigender Mietpreise, die auch in der Corona-Pandemie nicht gesunken sind, leben knapp 60 Prozent der Deutschen zur Miete. Allein im September stieg die Nettokaltmiete im Schnitt um 1,4 Prozent. Wie sch?n, wenn also Wohnraum bereits im Familienbesitz vorhanden ist und genutzt werden kann. Viele Immobilienbesitzer vermieten Wohnungen oder H?user f?r weniger Geld als ?blich oder sogar kostenlos an die eigenen Verwandten. Sie sollten dabei nur eine kleine Steuerfalle beachten: Unter Umst?nden k?nnen nicht alle Kosten als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Der passende Grenzwert hat sich in diesem Jahr ver?ndert. Wir haben alles Wissenswerte zum Vermieten unter Angeh?rigen f?r Sie zusammengestellt.

Die Miete bestimmt der Vermieter
Grunds?tzlich k?nnen Sie an jedermann zu Preisen vermieten, die Sie selbst festlegen. Meist aber profitieren von diesem finanziellen Entgegenkommen Verwandte, also Ihre Kinder, Enkelkinder, Eltern oder Geschwister.

Achtung Steuerfalle
M?chten Sie bei Ihrer Vermietung steuerliche Vorteile haben, m?ssen Sie einen bestimmten Grenzwert beachten. Wer seine Kosten in voller H?he als Werbungskosten absetzen m?chte, muss mit seiner Mietforderung ?ber 50 Prozent der orts?blichen Miete liegen. Bis 2020 waren es 66 Prozent. Liegen Sie zwischen 50 und 66 Prozent, m?ssen Sie eine sogenannte Total?berschussprognose erstellen. Werden dabei verglichen mit den Eink?nften und Ausgaben in der Vergangenheit positive Eink?nfte f?r die n?chsten 30 Jahre erwartet, k?nnen auch hier alle Werbungskosten abgesetzt werden. Die neue Regelung gilt erstmals f?r das Steuerjahr 2021. Als Grundlage gilt die Warmmiete. Liegen Sie unter dem Grenzwert, k?nnen Sie die Kosten nur anteilig absetzen. D?rfen Ihre Verwandten unentgeltlich wohnen, k?nnen Sie keine Kosten geltend machen. Der Tipp der ARAG Experten: Nehmen Sie von vorneherein etwas mehr als 50 Prozent und beobachten Sie die orts?bliche Miete, um anpassen zu k?nnen, wenn diese steigt. So gef?hrden Sie Ihren Steuervorteil nicht. Die H?he der orts?blichen Miete steht im Mietspiegel Ihrer Stadt oder Gemeinde.

Mietvertrag und Nebenkostenabrechnung
Behandeln Sie beg?nstigte verwandte Mieter wie normale Mieter. Schlie?en Sie mit ihnen einen schriftlichen Mietvertrag ab und lassen sich die Miete ?berweisen. Die ARAG Experten raten dringend davon ab, die Miete in Teilen oder komplett zur?ckzuerstatten. Erstellen Sie einmal im Jahr eine Nebenkostenabrechnung und lassen Nachzahlungen oder Gutschriften ?ber Ihr Konto laufen.

Ausnahme: Unterhaltsberechtigte Kinder
Haben Sie unterhaltsberechtigte Kinder, k?nnen Sie den Unterhalt mit der Mietzahlung verrechnen. Hier verlieren Sie auch Ihren Steuervorteil nicht, wenn die vereinbarte Miete nach Abzug des Unterhalts unter 50 Prozent der orts?blichen Miete liegt. Die ARAG Experten raten, beides separat schriftlich festzuhalten. Schlie?en Sie mit Ihrem Kind einen Vertrag ?ber die Miete und dokumentieren Sie die Unterhaltszahlung. Ihr Sohn oder Ihre Tochter Kind sollte Ihnen immer die komplette Miete ?berweisen. Und Sie ?berweisen Ihrem Kind den Unterhalt. Das ist transparent, falls das Finanzamt Fragen hat.

Schenken statt vermieten
Statt eine Wohnung zu vermieten, k?nnten Sie sie Ihrem Kind oder Angeh?rigen auch schenken. Eine Schenkung ist bis zu einem Wert von 400.000 Euro f?r Kinder und Stiefkinder steuerfrei sowie f?r Enkel, wenn das Kind bereits verstorben ist.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/heim-und-garten/

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