Sanierung von Außentreppen: Stufe für Stufe Sicherheit

Gutjahr: Stufendrainage AquaDrain SD

Bickenbach/Bergstra?e, 10. August 2022. Ob UNESCO-Welterbe, alter Bahnhof oder Jugendstil-Schwimmbad: Elegant und repr?sentativ gestaltete Au?entreppen verleihen Geb?uden einen ganz besonderen Charakter. Sie sind aber auch ein kritisches Detail bei der Planung und Ausf?hrung. Deshalb ist die durchdachte und leistungsf?hige Entw?sserung ein wichtiger Faktor. Einige bekannte Objekte zeigen, wie sie sicher funktioniert.

Au?entreppen repr?sentativer Geb?ude m?ssen nicht nur Besucherstr?me verkraften, sondern sind auch st?ndig der Witterung ausgesetzt. Vor allem Regen, Eis und Schnee k?nnen erhebliche Sch?den verursachen. Zudem machen Ausbl?hungen, Feuchteflecken und Risse auf dem Belag den Eindruck selbst der sch?nsten Treppe schnell zunichte. Doch woran liegt das? „Auf Au?entreppen kann sich – wie auf Balkonen und Terrassen auch – Sickerwasser stauen und zu Sch?den f?hren, etwa wenn es friert“, erkl?rt Ralph Johann, Gesch?ftsf?hrer des Entw?sserungsspezialisten Gutjahr. „Hinzu kommt, dass Auftritt und Sto?tritt unterschiedlichen Temperaturen ausgesetzt sind. Dadurch entstehen Spannungen, die wiederum zu Fugenrissen f?hren. Das Wasser sorgt dann f?r h?ssliche Kalkfahnen.“

Sichere Entw?sserung durch Stufendrainagen
Das alles verhindert – selbst unter erschwerten Bedingungen – die spezielle Stufendrainage von Gutjahr. AquaDrain SD ist f?r den Einsatz mit feuchteempfindlichen Belagsmaterialien ausgelegt und sch?tzt Keramik und Natur-/Betonwerkstein zuverl?ssig vor stauwasserbedingten Ausbl?hungen und Frostsch?den, weil sie die Konstruktion schnell entw?ssert.

Das Drainagesystem ist kapillarpassiv und stelzt den Belag komplett auf. Dadurch bilden die Drainkan?le einen definierten Hohlraum, Wasser kann schneller und effektiver abflie?en. Gleichzeitig gelangt Stauwasser auf der Abdichtung nicht mehr zur?ck in die Belagskonstruktion und kann dort keine Sch?den anrichten. Au?erdem trocknet der Belag durch die Hinterl?ftung schneller ab. Ein Spezialvlies dient als Abdeckung und bleibt dauerhaft wasserdurchl?ssig – ein gro?er Unterschied zu anderen Systemen.

„Das Besondere an unseren Stufendrainagen ist zudem die Beschaffenheit: Die vorgeformten Winkelelemente lassen sich direkt auf den Treppen verarbeiten und m?ssen nicht extra zugeschnitten werden. Das spart Zeit und verhindert verarbeitungsbedingte Fehler, die bei mehrteiligen Systemen – vor allem im ?bergang von Auftritt zu Sto?tritt – auftreten k?nnen“, betont Ralph Johann.

Volksbad M?nchengladbach: Jugendstilgeb?ude unter Denkmalschutz
Wie stark ?u?ere Einfl?sse und eine unzureichende Entw?sserung Au?entreppen strapazieren k?nnen, zeigte sich beispielsweise am Volksbad M?nchengladbach. Hier mussten das begehbare Dach des 1926 fertiggestellten Jugendstilgeb?udes und die dazugeh?rige Treppenanlage saniert werden. Das rund 870 Quadratmeter gro?e Dach war an vielen Stellen undicht, auf den 88 Treppenstufen hatten sich h?ssliche Kalkausbl?hungen gebildet.

Zusammen mit dem ausf?hrenden Meisterbetrieb entwickelte Gutjahr daf?r eine passende L?sung f?r das unter Denkmalschutz stehende Geb?ude: mit Fl?chen- und Stufendrainage, Drainagem?rtel und „frisch in frisch“ verlegten Fliesen. „Der Gutachter riet eigentlich zu einem lose verlegten Belag auf Splittbett. Doch das kam wegen des Einsatzes von Hochdruckreinigern nicht infrage – ein verklebter Belag mit geschlossenen Fugen war hier notwendig“, erinnert sich Firmengr?nder Walter Gutjahr. Dank der einfachen Montage von AquaDrain SD konnte zudem der straffe Zeitplan bei der Sanierung eingehalten werden konnte. P?nktlich zur folgenden Badesaison war alles fertig.

Hufeisensiedlung Berlin-Britz: Sanierung eines Weltkulturerbes
Auf eine ?hnlich lange Geschichte kann die Hufeisensiedlung Berlin-Britz im Bezirk Neuk?lln zur?ckblicken. Die nach ihrem hufeisenf?rmig angeordneten Kern benannte Siedlung entstand zwischen 1925 und 1933. Sie gilt als eines der ersten Projekte des sozialen Wohnungsbaus und als heute noch herausragendes Beispiel des modernen St?dtebaus nach dem Ersten Weltkrieg. Seit 2008 z?hlt die Siedlung zum UNESCO-Welterbe.

Im Rahmen einer gro?angelegten Sanierung der Au?enbereiche sollte auch die Treppenanlage erneuert werden, die am offenen Ende des „Hufeisens“ den Zugang zum Hufeisenteich bildet. Der neue Belag – ein eigens modellierter Klinker mit speziellen Ma?en – sollte ?ber der alten Treppe verlegt werden, ohne den urspr?nglichen Charakter des Weltkulturerbes zu ver?ndern. Die Herausforderung war, trotz geringer Konstruktionsh?he eine zuverl?ssige Entw?sserung zu sichern – was laut Expertenmeinung Drainm?rtel alleine nicht schafft.

Das zeigte auch eine in dieser Zeit durchgef?hrte Untersuchung des SKZ-Technologie-Zentrums W?rzburg. In einem Versuchsaufbau wurden Treppenaufbauten mit Drainm?rtel alleine und mit Drainm?rtel plus Stufendrainage verglichen. „Das Ergebnis war eindeutig. Mit Stufendrainage war die Entw?sserungsleistung um ein Vielfaches h?her als ohne“, erkl?rt Gutjahr-Gesch?ftsf?hrer Ralph Johann. In der Hufeisensiedlung kam deshalb AquaDrain SD zum Einsatz, um den neuen Klinker vor Sch?den zu sch?tzen – und teure Sanierungsarbeiten in Zukunft zu vermeiden. Davon, wie gut die anspruchsvolle Sanierung gelungen ist, kann sich jeder selbst ?berzeugen: Die historischen Gr?nanlagen des Weltkulturerbes sind wieder frei zug?nglich.

Kongresszentrum Dresden: Beheizte Betonwerkstein-Freitreppe
Wesentlich j?nger ist die Au?entreppe des 2004 er?ffneten, direkt am s?dlichen Elbufer gelegenen „International Congress Center Dresden“ (ICD). Daf?r beeindruckt die Freitreppe zum Eingang und auf die langsam ansteigende Terrasse des Kongresszentrums durch ihre gewaltigen Ausma?e: gut 59 Meter breit, mehr als 2.000 laufende Meter Stufenkante; 37 Stufensteigungen auf der rechten und 32 Stufensteigungen auf der linken Seite der Treppe, dazu ein rund 100 Quadratmeter gro?es Zwischenpodest.

Gut zehn Jahre nach Er?ffnung des Kongresszentrums sollten die defekten Muschelkalkplatten gegen Platten aus Betonwerkstein ausgetauscht werden. Nach einer eingehenden Untersuchung stellte sich heraus, dass die festgestellten Sch?den und Unebenheiten bis weit in den Untergrund reichten. Deshalb wurde die Treppe auf der gesamten Fl?che bis auf die Rohkonstruktion abgetragen und eine neue Unterkonstruktion geschaffen. Au?erdem musste das elektrische Heizungssystem ausgetauscht werden.

Auch bei dem Sanierungsprojekt in Dresden war die Stufendrainage AquaDrain SD die geeignete L?sung. Zum einen entw?ssert das System trotz niedriger Aufbauh?he schnell und effektiv. Zum anderen musste ein gleichm??iger Aufbau in Auftritt und H?he gew?hrleistet werden. Das Ergebnis ist eine perfekt sanierte, sicher entw?ssernde und im Winter beheizte Betonwerkstein-Freitreppe, die die bis zu 6.000 Teilnehmer pro Veranstaltung sicher vom Elbufer zum Kongresszentrum f?hrt.

City-Tunnel Leipzig: Drainagesysteme sch?tzen historischen Zugang
Nicht allzu weit f?llt die Reise von Dresden nach Leipzig aus. Wer sie per Bahn bew?ltigt, hat vielleicht Gelegenheit, den geschichtstr?chtigen Treppenabgang am Leipziger Markt zu bewundern. In 22 Metern Tiefe halten zwei S-Bahn-Linien direkt unter dem Marktplatz, die dort den 2013 er?ffneten City-Tunnel Leipzig durchfahren. Dieser verbindet den S?den mit dem Norden der Stadt – und gleichzeitig die Stile verschiedener Epochen mit modernster Technik. Alle Stationen des Eisenbahntunnels wurden von namhaften Architekten nach funktionalen und ?sthetischen Gesichtspunkten gestaltet, jede Station erhielt dabei ein ganz individuelles, ihrer Lage und Funktion entsprechendes Gesicht.

So wird der Eingang in die moderne Stationshalle am Leipziger Markt von einem Art-Deco-Portal flankiert: das Original des ehemaligen Untergrundmessehauses aus dem Jahr 1925, der weltweit ersten unterirdischen Ausstellungshalle. Die Fassade der L?ngsw?nde besteht aus massiven Terrakottaplatten. Die Treppenstufen und Podeste ziert ein passender Granitbelag.

Um die historische Substanz des Treppenabgangs vor Sch?den zu sch?tzen, entschieden der Freistaat Sachsen und die Deutsche Bahn AG, den hochwertigen Granit auf der Treppendrainage AquaDrain SD zu verlegen. „Auch Granit reagiert wie viele andere Natursteine empfindlich auf Stauwasser. Deshalb empfehlen die g?ngigen Merkbl?tter und Naturstein-Experten seit Jahren, Naturstein auf Drain- oder Einkornm?rtel plus einer kapillarpassiven Drainagematte zu verlegen“, erl?utert Ralph Johann. Das durchdachte Konzept der Arbeiten am historischen Markt hat sich gelohnt: Der S?deingang zum City-Tunnel ist besonders sch?n ausgefallen – nicht zuletzt durch die Verbindung von geschichtstr?chtiger Kulisse mit moderner Technik.

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